Schauanlage "Nostalgia" 50er 60er Jahre

   
 


 

 

Home

Agenda

Aktuell

Was ist Recyclingbahn?

Wie alles begann...

Der Fuhrpark

Die Anlagen

Modell- Kolumne

Werkstatt

Spezielle Basteleien

Retro-Train

=> So fing es an...

=> Schauanlage "Tischeisenbahn spur 00" 30er 40er Jahre

=> Schauanlage "Nostalgia" 50er 60er Jahre

=> Renovation TM 800

=> Märklin BR 81

=> Tankwagen

=> Blech und Gusswagen

=> Leichtmetall Gusswagen restauriert

=> Alte HAG Lok

=> Tinplate Lokomotive

=> Autotransportwagen

=> Vierziger Jahre Wagen

=> TWE Triebwagen

=> RET 800 blau

=> Englischer Vorortszug der 20er Jahre

=> Umgebaute 4000er Wagen

=> Aufarbeitung Märklin 3015 braun

=> Restaurant Wagon Lits

=> Märklin V 200

=> Alter Dampfzug

=> Märklin RM 800

Bastelbogenzüge

Uhrwerkbahn

Recyclingbahn als Publikumsmagnet?

Recyclingbahn in den Medien

Gästebuch

Kontakt

Links

 


     
 

Schauanlage „Nostalgia“

Die gute alte Zeit heute nochmals nachgebaut

Eigentlich war „Retro-Train“ nur als kleines Nebenhobby mit einer Schauanlage gedacht. Dies änderte sich, als ein Modelleisenbahnbörsenhändler, ein guter Bekannter, mir von einem Todesfall eine Schachtel voll handgebaute Holzhäuser im Kandertal-Baustil vorbeibrachte. Seine Warnung, dass die Häuser am zerfallen seinen war mehr als begründet. Der Leim, mit welchem sie zusammengebaut wurden, war glasig und brüchig geworden. Ich beschloss die Häuser zu restaurieren…nochmals neu aufzubauen trifft es wohl eher. Alle Häuser wurden sorgfältig zerlegt, der Leim abgekratzt, wieder neu zusammengebaut und die Ecken frisch verputzt. Bei 10 Häusern (teilweise mit Anbauten) ergibt das ordentlich Arbeit. Ich beschloss diese schönen Häuser mittels einer Schauanlage der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Idee einer weiteren „Retro-Train“ Schauanlage war geboren. Diesmal sollte die Zeit der 50er/60er Jahre gezeigt werden. Ursprünglich wollte ich eine gleich grosse Schauanlage wie die erste „Retro-Train“ Schauanlage 30er/40er Jahre realisieren. Als ich aber noch einen Blechlokschuppen und eine Drehscheibe von einem begeisterten Recyclingbahnfan als Geschenk erhielt, war das Projekt plötzlich mit einem Bahnbetriebswerk um einen ganzen Meter gewachsen. Gleise und Signale aufzutreiben war das grössere Problem. Klar hätte ich Punktkontakt-Metallgleise verbauen können, die ja bereits ab 1956 erhältlich waren, aber jene mit durchgezogenem Mittelleiter hätten mich mehr gereizt. Wieder half mir der Zufall. Ein guter Bekannter, der in einer Behindertenwerkstatt als Betreuer arbeitete und dort in der Freizeiteine Gruppe von Modulbahern betreute, Schimpfte, dass er viele Gleise mit durchgezogenem Mittelleiter als Zuwendung erhalten hätte, die er nicht brauchen könne, weil in der Gruppe mit Punktkontaktgleisen gearbeitet würde. Da ich mehr als genug Punktkontaktgleise besass, bot ich ihm an, dass wir tauschen. Obendrauf legte er noch 2 Rollen Grasmatte (die ja in den 50er/60er Jahren in war). Nach jenem Gleisdeal konnte ich mit dem Aufbau der Schauanlage beginnen. Als versteckte Auflageflächen kamen als „Häuser mit Flachdach“ getarnte Holzklötze von defekten Einwegpalletten zum Einsatz. So kann die Anlage im Auto aufeinandergestapelt transportiert werden. Nun sind 10 Häuser etwas wenig für ein grösseres Dorf (mit dem vergrösserten Projekt musste auch das Dorf wachsen). Im  Sperrmüll fand ich, neben angebrauchten Grasmattenrollen, eine ganze Ansammlung defekter Zigarrenkistchen, aus dessen dünnem Holz ich noch etliche weitere Häuser dazu baute. Daran Spass bekommen, ging dann leider das Baumaterial zur Neige, also baute ich noch Gebäude aus Möbelrückwänden (Pavatex), welches ich noch vorrätig hatte. Auf einer Versteigerungs-Plattform im Internet ersteigerte ich einen Waldkiosk, den jemand selber aus Holz gebaut hatte. Eigenbauten sind wenig beliebt und ich bekam für wenig Geld den Zuschlag. Dass mich die 50er Jahre-Bäume, die zusammen mit dem Kiosk angeboten wurden, mehr interessierten, als das Gebäude selber musste ich ja niemandem erzählen. Aber es erhielt alles seinen Platz auf der Anlage. Zwei arg lädierte Holzhäuser des Herstellers "Faller", die ich in einer "ein Franken Wühlkiste" auf einem Flohmarkt fand, rundeten, nach deren restauration, das Dorfbild dann schliesslich ab. Das finden eines griffigen Namens für die Schauanlage gestaltete sich als schwierige Aufgabe. Beim Anblick der Schauanlage bei der technischen Generalprobe unter freiem Himmel entfuhr es einem Passanten: „Mensch, da kommen einem ja nostalgische Gefühle hoch“ Das war es! Der Name der Schauanlage: „Nostalgia“ . Nach fünf Jahren Bauzeit konnte ich die Anlage das erste Mal der Öffentlichkeit vorführen. Die leuchtenden Kinderaugen und die Tränen in den Augen der erwachsenen Zuschauer, waren für mich der schönste Lohn für meine Arbeit.