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Bau-Einsatzzug

Übung macht den Meister…

Jemand schenkte mir eine ganze Schachtel mit ein paar alten Märklindrehgestellen, Blechwagenunterbauten diverser Hersteller und kleinen Messingblechen. Zuerst wusste ich nicht viel damit an zu fangen. Als ich aber einmal mit der Eisenbahn unterwegs war und der Zug vor einem Rotlicht warten musste sah ich den Bauarbeitern auf dem Nebengeleise zu. Dort war auch ein Bau-Einsatzzug abgestellt, bestehend aus einem kleineren Hubkranwagen ein Rungenwagen mit Kleinbagger und fertig auf Schwellen montierten Gleisen sowie einem 2-Achsigen Hochbordwagen. Der Kleinbagger wurde gerade mit dem Hubkran vom Rungenwagen herunter gehievt und begann bei einem dunklen Flecken im Kies gleich neben den Gleisen zu graben (vermutlich ein kleiner Ölunfall). Mein Zug fuhr dann leider weiter, aber die Idee war geboren. Es war gar nicht so einfach Informationen zu genau jenen (relativ alten) Wagen zu erhalten. Die Längen und Breiten-Masse plus 2 Bilder mussten genügen. Obwohl ich es mir selbst eigentlich gar nicht zutraute, übte ich mich bald im Messinglöten (zwecks Wagenbau) nachdem ich die Messingteile Zugeschnitten hatte. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, die Ernüchterung folgte sogleich. Es sah zwar nach Wagen aus, die Lötstellen hielten, aber schön war definitiv anders. Im 2. Anlauf sah es schon etwas besser aus und nach dem 7. Versuch (und aufgebrauchten Messingblechvorrat) war es dann meiner Vorstellung entsprechend und ich konnte beim Rungenwagen die Drehgestelle montieren. Die Rungen selber gaben dann doch noch etliche Arbeit, da sie nicht gerade verliefen und eingekerbt waren. Nachdem jede einzeln zurechtgefeilt war mussten diese natürlich auch noch angelötet werden. Wobei man beim Messing aufpassen muss, damit man nicht zu lange wärmt und die benachbarte Lötstelle auch wieder verflüssigt (Habe nicht mitgezählt, wie oft es mir passierte). Der Kieswagen entstand aus Konservendosenblech auf Fleischmann Blechunterteil. Zusammen mit dem Hubkranwagen (der weiter unten folgt) fährt der Zug von einer Diesellok gezogen als Bau-Einsatzzug über meine Anlage.




Kranwagen Krupp-Ardelt

Kreatives aus Schrott

In einer gekauften Schrottkiste befand sich auch ein dreiachsiger Märklin Kranwagen…Oder besser gesagt, was davon noch übrig war. Der Kranausleger war abgerissen und fehlte ebenso wie Puffer und eine von drei Achsen. Der dazugehörende Hilfswagen mit Metallgestell zum Kranwagen war auch nicht vorhanden... Da bin ich wohl einer der wenigen, die den Mut haben so etwas wieder zum Leben zu erwecken. Aus einem ausgedienten Autoscheibenwischer (dass da „BOSCH“ draufsteht stört mich nicht) entstand ein neuer Kranausleger, welcher nachdem seitlich Löcher gebohrt waren, in eine mit festgeklebten Unterlegscheiben hergestellte Halterung eingeführt wurde. Ein Niederbordwagen, bei welchem jemand in der Mitte ein Loch durch den Boden gebohrt hatte kam gerade richtig: Durch dieses Loch wurde das neue Transport-Gestell für den Ausleger festgeschraubt. Das Gestell besteht aus einem Feuerwerkskörper-Holzstab und zwei Eisstielen.





Kleiner Hubkranwagen

Verblüffend einfach

Als ich bei einer Recyclingfirma zur Betriebsbesichtigung (zwecks gemeinsamem Stand an einer Messe) weilte, sah ich auf dem Gelände (zum Verschrotten bereit) 3 kleine Hubkranwagen der SBB. Als ich deren Aufbau sah, erinnerte er mich gleich an ein kleines Pneukran-Modell das ich mal (ziemlich lädiert) geschenkt bekam.

Für das Modell des Kranwagens diente ein Märklin Guss-Unterteil als Basis. Die Geländer und Bremskurbel wurden aus Draht gebogen und verlötet. Dem eh schon defekten Spielzeug-Pneukran, sägte ich das Vorderteil weg und entfernte die hinteren Räder. Nach der Bemalung sah das Ding genau so aus wie der Aufbau der SBB und wurde kurzerhand mit dem Wagenboden verleimt. Wie beim Original ist der Kran drehbar und kann Teleskop mäßig ausgefahren werden.





Schotterwagen
Aus Protest im Eigenbau


Manch einer riss einen blöden Spruch, als meine Eigenbau-Gedanken bezüglich Schotterwagen publik wurden. Geh' doch auf eine Versteigerungsplattform und hol dir zwei Liliput-Schotterwagen... Nein nein nein, ich weigere mich für ein Schotterwagen-Set einen solchen Wucherpreis zu bezahlen, wofür ich ein ganzes Nachtessen samt Wein, Vorspeise und Dessert in einem Restaurant kriegen würde.

Aber erstens müssen die Wagen auch nicht so detailiert sein und zweitens fand ich im Netz bei der Suche nach Informationen so schöne Seitenaufnahmen, bei welchen die Wagen Gebrauchsspuren aufwiesen. Diese müssten doch mittels der Serviettentechnik-Lack zu übertragen sein. Kommt natürlich nie an profimässiges künstliches Altern (wo ich gar kein Talent dazu habe) heran, aber ein Versuch ist es allemal wert.

Massangaben von Liliputwagen (geschweige denn vom Originalwagen) konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen und keiner meiner Freunde hat solche Liliput-Wagen. Also „Handgelenk mal π“. Dabei nahm ich grob Mass bei Dingen, die auf dem Bild auch noch mit drauf waren (deren Masse bekannt sind), um so in etwa die Länge und Höhe des Wagens bestimmen zu können. Die Proportionen dürften deshalb in etwa stimmen.

Resultat: 2 Märklinwagen-Unterteile mit Kartonaufbau, fotorealem Dekor und Geländer aus Karogitter. Das Material kostete mich gerade Mal soviel wie ein Bier im Restaurant






 
 

 

 
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