Marga Bahn

   
 


 

 

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MARGA-Bahn
Papp-Eisenbahn

Bis anfang der 70er Jahre gab es die MARGA-Schuhcreme. In den 30er bis in die 50er Jahre,bekam man beim Kauf von ein bis zwei MARGA-Produkten (je nachdem ob Metallteile beim Bastelbogen dabei waren) einen Bastelbogen (für die Kinder) als Geschenk dazu. Nebst einer Schwebebahn und mehreren Serien von Häusern zu regionaltypischen schweizer Dörfern gab es auch Wagen und eine Lok für einen SBB-Zug.

Woher kam diese MARGA-Bahn (das System mit den Metallrädern schien ausgereift)? Warum war das damals nur eine einmalige Sache?

Der Liferant der Metallteile der MARGA-Bahn war der deutsche Ernst Ganzer aus Berlin, welcher auch sonst solche Karton-Modellbogen herstellte und sie unter der Marke „ERGA“ vertrieb. (daher das Ausgereifte System). In einem Eisenbahngeschäft im Basel konnten als Zubehör auch ERGA-Gleise (auch passend zur MARGA-Bahn) gekauft werden. Die Bogen selber wurden in der Druckerei Trüb in Aarau gedruckt.

Der Maßstab entsprach (im Gegensatz zu den Häuser Serien) in etwa der heutigen Spur H0. Aus Kopien jener Bastelbogen fertigte ich (innen mit Holz und Karton verstärkt) Wagenkästen für einen ganzen MARGA-SBB-Zug an. Statt den originalen Metallrädern, wurden die Wagen mit Märklin-Drehgestellen oder Wagenunterbauten von defekten Märklinwagen versehen. Der schwierigste war aber der offene Güterwagen. Nach längerer Denkpause kamen schließlich Glacestäbchen aus Holz zum Einsatz. Zwei der Güterwagen haben ein Bremserhaus. Dieses wurde mit zwei Holzstäben von abgebrannten Feuerwerkskörpern verstärkt. Die Geländer der Wagen wurden aus Draht gebogen.

Noch mehr Wagen im MARGA-Stil

Die 50er Jahre und die Designs von damals haben ihren speziellen Charme. Zuerst nahm ich mich am Computer des bereits in meiner Sammlung befindlichen Leichtstahl-Personenwagens mit Mitteleinstieg an und zeichnete denselben in einem arbeitsreichen Tag so um, dass er (wie es beim großen Vorbild der SBB in jener Zeit auch vorkam) 2 Türen pro Seite je auf drittels Höhe hatte.
 
Traurig musste ich erfahren, dass es meine Lieblingsbenzinmarke aus meiner Kindheit „ESSO“ nicht mehr gibt (wurde von „SOCAR“ übernommen). Also wollte ich der Marke mit dem Tiger ein Denkmal setzen. Vom SHELL-Tankwagen den ich vor einiger Zeit neu gezeichnet hatte war das Design ja schon vorhanden und ich musste somit nur die Farbe und Logos ändern. Ich suchte im Internet nach alten Logos aus den 50er Jahren und fand nebst dem Esso Signet auch den Tiger dazu. Sogar mit dem damaligen Slogan „Put a Tiger in your tank“.

Die Firma A.Sutter in Münchwilen gibt es zwar noch (gehört heute zum Unilever Konzern), aber die MARGA-Schuhcreme ist Geschichte. Also wollte ich die MARGA-Schuhcreme ebenfalls im Zug verewigt haben. Im gleichen Design-Stil des K2 Güterwagens zeichnete ich am Computer einen noch etwas längeren Güterwagen ohne Bremserhaus, auf dessen Tor die MARGA-Werbung der fünfzigerjahre angebracht ist.
 
Nach vollendeter Computerarbeit wurden all diese (nicht-)Marga-Wagen genau so wie zuvor schon die Originalwagen mit Holz und Karton Verstärkt zusammengebaut. Dass meine MARGA-inspirierten Eigendesign-Wagen so harmonisch zu den anderen passen führte schon dazu, dass es schon MARGA-Sammler gab, die glaubten etwas verpasst zu haben...

 
 

 

 
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