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Verry British: Englische Vorortszug-Dampflok

Standesgemäss unterwegs
 
Endlich hatte ich gefunden, was ich lange schon gesucht hatte: Eine heruntergekommene CM800 Märklin Dampflok für wenig Geld hatte mich an einer Modelleisenbahnbörse angelacht. Ideale Voraussetzung für mein Englisches Vorortszugprojekt, das nun schon lange genug vor sich hinschlummerte. Falsches Unterteil, denn die englischen Loks haben Innenzylinder meinte ein Kollege. Da hatte er aber die Rechnung ohne meine Forschungsarbeit gemacht: Es gab sehr wohl auch Dampfloks mit Aussenzylinder in England. Zum Beispiel jene die Edward Thompson entwickelt hatte. Also schritt ich zur Tat: Aus einer dicken Kartonrolle, welche Glühkerzen (SIBIR-Ofen) während dem Transport schützen, entstand der Langkessel. Aus Furnierholz schliesslich der Führerstand. Eine Bodenplatte aus dünnem Sperrholz sorgt für die nötige Stabilität. Dabei musste nach jeder Arbeit immer wieder geprüft werden, ob das Gehäuse auch wirklich noch auf das Lokunterteil passte. Die Wasserkästen entstanden aus Holz Klötzchen, die solange zurechtgefeilt und geschliffen wurden, bis sie sich eng an den Langkessel anschmiegten. Aus dünnem Karton wurden die Reifen für den Langkessel geschnitten und aufgeklebt. Danach wurden sie mit Sekundenkleber verfestigt. Der Abschluss vorne wurde aus Furnierholz gefertigt. Darauf dann das Rauchkammertor aus Holz geklebt. Die Laternen waren eine echte Herausforderung, da bei der CM800 Märklin-Lok jedes Licht eine Glühlampe ist. Da dies ein Bau nach Tin-Plate Art ist, macht es nichts, dass die Laternen etwas grösser sind, aber mittels Furnier-Holz sorgte ich dafür, dass die Seitenwände der Laternen sehr dünn ausfielen. Die Bemalung der Dampflok mit den feinen roten Zierlinien, war eine Herausforderung: Es musste alles frei Hand aufgemalt werden. Als Kohle im Tender nahm ich zerdrückte Holzkohle, die vom Aussehen her echter Kohle in nichts nachsteht.


 
 

 

 
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